Ins beste Land der Welt
In Kanada lebt es sich am besten, die Schweiz folgt auf Rang 14. Zu diesem Ergebnis gelangt der Uno-Bericht 1996 (von 1996-2000 unangefochten auf Platz 1 und seither immer unter den ersten 6) über menschliche Entwicklung. Das Entwicklungsprogramm der Vereinigten Nationen (UNDP) weicht bei seiner Rangliste vom üblichen Bemessungskriterium, dem Prokopf-Einkommen, ab und ersetzt es durch Indikationen der Lebensqualität, Lebenserwartung und den Bildungsstand. Die Frage, ob man in Kanada eine neue Existenz suchen soll oder nicht, haben sich schon viele gestellt. Auch Sie möchten sicher sein, den richtigen Entscheid zu fällen. Diese hier verfassten Informationen wurden von uns für Sie zusammengestellt. Wir haben versucht, alle Punkte zu erwähnen, um Ihnen eine Entscheidungsgrundlage zu geben.
Wir sind jedoch gerne bereit, bei einem Beratungsgespräch auf Ihre speziellen Fragen einzugehen und Sie zu beraten. Ihr Ruedi Bührer.
... und noch mehr Argumente
Reiner Hamberger schreibt in seinem Buch «Kanada» unter anderem:
Spielregeln in einem Pionierland
In Kanada wohnt man meist im Eigenheim, legt aber weniger Wert auf Tapeten oder Kacheln. Die Häuser werden überwiegend in Fertigbauweise errichtet. Dafür bleibt Zeit, Geld und Gelegenheit für Freizeitaktivitäten. Im Kanu, mit Wasserskiern, auf Schneemobilen und mit Angelruten ziehen sie hinaus. Wildnis ist immer erreichbar. So begegnet man nach zwei Autostunden von Toronto oder Edmonton aus eher einem Bären, als einer Verkehrsampel.
Wir kamen mit unseren neuen Mitbürgern immer besser zurecht, wir freundeten uns mit ihrem Lebensstil, mit ihrer Toleranz an. Wir erkannten die andere Lebensqualität, die Mitmenschlichkeit, den Reichtum der unendlichen Natur, der den Lebensrhythmus dieser Menschen mitbestimmt. Durch die vielseitigen Möglichkeiten, sich in einem derart dünn besiedelten Land im Freien zu tummeln, sind wirtschaftliche Unsicherheiten, zumindest ausserhalb der wenigen grossen Städte, leichter zu ertragen, als im vergleichsweise engen Europa.
Vision der großen Freiheit
Sie ist doch noch möglich. Trotz wachsender Bevölkerungsdichte in Städten und gesellschaftlicher Herausforderungen durch die Integration der Einwanderergruppen bleibt der weg- und steglose Urwald, bleiben die einsamen, rollenden Hügel der Prärien, die schroffen Rocky Mountains.
Die Nacht am Lagerfeuer, das Nordlicht und der Ruf der Koyoten sind kein Klischee, keine Schablone. Wale ziehen entlang der Felsenküsten, Lachse stromaufwärts zu ihren Laichplätzen, Wölfe reissen einen Hirsch. Dazwischen der Mensch, als Bürger Kanadas ist er Teil eines Mosaiks von Völkern und Kulturen, in beispielhafter Toleranz integriert, um an den Visionen der Zukunft, den schwierigen Aufgaben in diesem Riesenland zu arbeiten. Dabei ist er dem Klima, den Gefahren durch Isolation und den Entfernungen ausgeliefert.
Fluch und Segen der Distanzen; ein historisches Problem
Sieben Zeitzonen sind es zwischen Yukon und Neufundland. Wenn abends um 22 Uhr am Pazifik die Läden schließen, beginnt zur gleichen Zeit an der Atlantikküste bereits der nächste Morgen, bereiten Bäcker ihren Brötchenteig. Die Gewöhnung an Distanzen weitet aber den Blick und das Verständnis.
Wir reisten fünftausend Kilometer im gleichen Sprachraum an einem Stück. Auf welchem Kontinent ist das sonst möglich? Besonders während der Durchquerung der Prärie wird die kanadische Herausforderung verständlich, auch die Schwierigkeit, von Ottawa aus zu regieren, die Interessen der Weizenfarmer ebenso im Auge zu behalten wie die der Industrielandschaften Ontarios oder die des sich emanzipierenden Quebecs, von dem niemand weiss, ob es im föderalistischen Kanada verbleibt.
Nach wie vor lockt die Weite und Einsamkeit dieses riesigen Landes. Verschiedene Gründe brachten die Menschen einst auf den Weg: Nahrungsmangel, Flucht vor Widersachern oder die Suche nach Gold. Die Geschichte Kanadas ist ein beredtes Beispiel dafür. Heute ist es eher die Lust auf Abenteuer und die Suche nach der Ursprünglichkeit des Lebens, das die Menschen veranlasst, in die Wildnis zu ziehen. Auszüge aus dem Buch „Kanada“ von Rainer Hamberger
Wie gross ist Kanada und wo ist was los
Kanada ist so gross, dass die Fläche der Schweiz 241 x darin Platz hat. In Wirklichkeit ist Kanada aber ein kleines Land, denn wirtschaftlich ist Kanada maximal 3 – 4 x so gross wie die Schweiz, sehr punktuell und vielfach ähnlich dicht wie die Wirtschaftsgebiete in der Schweiz oder in Deutschland. Dies sind Ontario, Alberta, Quebec, BC und Manitoba. Das mit Abstand grösste Wirtschaftsgebiet ist Süd – Südwest – Ontario mit Toronto im Zentrum (Oshawa Barrie bis London, Kitchener/Waterloo, Cambridge, Hamilton, Niagara, Windsor, Grossraum Ottawa).
Standortwahl Kanada – die Alternative
Eine Zusammenfassung der kanadischen Botschaft über den KPMG-Bericht
Kanada, die wettbewerbsfähige Alternative. Es wird vielfach gesagt, die drei Schlüssel zum Erfolg im Geschäftsleben seien der Standort, der Standort und nochmals der Standort. In einem ausserordentlich wettbewerbsorientierten globalen Markt ist die Wahl des richtigen Standorts für ein internationales Unternehmen die wahrscheinlich wichtigste Entscheidung im Planungsstadium. Wenn Ihre Geschäftspläne den nordamerikanischen Markt einbeziehen, dann sollte sich die kürzlich veröffentlichte Studie von KPMG Canada auf Ihrer „Unbedingt-lesen“-Liste befinden, bevor Sie sich für ein Grundstück entscheiden. Die KPMG-Studie basiert auf einem Modell, das signifikante „lagebeeinflusste“ Kostenfaktoren für acht Industriebereiche in sieben ausgewählten Ländern vergleicht: Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Schweden, Grossbritannien und die Vereinigten Staaten. Insgesamt werden 42 Städte analysiert, drei bis vier pro Land, 27 in Nordamerika und 15 in Europa. Zu den Industriebereichen, mit denen sich die Studie befasst, gehören unter anderem die pharmazeutische Industrie, die lebensmittelverarbeitende Industrie, die Medizintechnik und die Kunststoffindustrie; alles Bereiche, in welchen Schweizer Firmen bereits beträchtliche Investitionen auf dem nordamerikanischen Markt betätigt haben.
Die Kostenvergleiche werden von der Gründung über die ersten zehn Betriebsjahre ausgestellt; eine ausreichende Grundlage für eine aussagekräftige und glaubhafte Analyse. Diese Kosten beinhalten Grundstückankauf, Errichtung von Betriebsgebäuden, Lohnkosten, gesetzliche Sozialleistungen, Transportkosten, Betriebskosten, Telekommunikation, Einkommens-, Unternehmens- und Vermögenssteuern.
Das Gesamtergebnis der Studie ist – zurückhaltend formuliert – erfreulich. Kanada rangiert insgesamt an erster Stelle und ist ebenfalls Erster für jeden der untersuchten Industriebereiche. Es bietet mehrere Wettbewerbsvorteile im Vergleich zu den anderen Ländern in der Studie. Geringe Grundstücks- und Baukosten und ein niedriges Zinsniveau führen zu den geringsten Ausgangsinvestitionen unter allen analysierten Ländern. Lohn-, Strom- und Telefonkosten sind, ebenso wie die Körperschaftssteuersätze und die Steuervorteile für Forschungsaufwendungen, höchst wettbewerbsfähig. Die sechs anderen Länder rangierten wie folgt: Schweden, Grossbritannien, Vereinigte Staaten, Italien, Frankreich, Deutschland.
Nafta ist der Markt, Kanada der Standort. Mit einer Bevölkerung von 386 Millionen und einem gemeinsamen Bruttoinlandprodukt von rund 11 Billionen Dollar ist der nordamerikanische Markt einer der reichsten weltweit. Seit der Einführung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) 1994 geniessen in Kanada ansässige Unternehmen bevorzugten Zugang zu diesem lukrativen und wachsenden Markt. Nordamerika wird zusehends als einheitlicher und integrierter Markt gesehen. Die Möglichkeiten für Produkte und Dienstleistungen von kanadischen Unternehmen sind in Chicago, Houston, Atlanta oder Mexico City genauso gut wie in kanadischen Städten. Entlang der Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten liegen besonders dicht besiedelte und wichtige Märkte, die von Kanada aus bestens bedient werden können. Der für Schweizer Investoren besonders interessante Schlüsselaspekt der NAFTA ist, dass jedes der drei Partnerländer die Güter, Leistungen und Investitionen der anderen behandeln muss wie die eigenen. In anderen Worten, sie können nicht wegen ihrer Herkunft benachteiligt werden. Aus diesem Grund profitiert ein in Kanada angesiedelten Schweizer Unternehmen voll von der NAFTA-Mitgliedschaft und dem damit verbundenen sicheren Marktzugang.
Kanada ist, ebenso wie die Schweiz, eine stark exportierende Nation. Da über 50 % der in Kanada hergestellten Güter für den ausländischen Markt bestimmt sind und jeder dritte Arbeitsplatz vom Handel abhängig ist, ist dies ein nicht zu verleugnender Lebensfaktor. Und wohin senden wir all diese Produkte und Leistungen? Sprichwörtlich in die ganze Welt, aber Kanada hat, wiederum ebenso wie die Schweiz, einen hauptsächlichen Handelspartner, der mehr kauft als alle anderen: Tagein, tagaus, 365 Tage im Jahr, gehen mehr als 80 % der kanadischen Exporte „Richtung Süden“. Das bedeutet, dass mehr als eine Milliarde Dollar in Güter und Leistungen täglich die Grenze zu den Vereinigten Staaten überqueren und damit Kanada (nein, nicht Japan oder die EU) zum grössten Handelspartner der USA machen. Aus diesem Grund sind Sie in guter Gesellschaft, wenn Ihr Unternehmen an diesem aufregenden Marktgeschehen teilhaben möchten. Die Schweiz ist der siebtgrösste ausländische Investor in Kanada.
Wenn Sie über Investitionsmöglichkeiten in Kanada sprechen möchten oder eine Kopie der KMPG-Studie zugesandt haben möchten, schreiben Sie an:
Werner Naef, Counseller (Commerial) Canadian Embassy, Kirchenfeldstrasse 88, CH-3005 Bern, Fax +41 31 357 32 10, werner.naef@international.gc.ca
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